Der Buchdruck und seine Geschichte

Buchdruck in Deutschland und Europa


Schon vor der Erfindung des richtigen Buchdruckes wurde Schriftzeilen oder ganze Texte erwähnt, unter anderem z.Bsp. Texte in Steinplatten gehauen um 175 n. Christus in China. Doch er der Mainzer Goldschmied, Johannes Gutenberg, erfand in der Mitte des 15.Jdh. quasi den Buchdruck. Eigentlich erfand er aber bewegliche Buchstaben. Im Klartext heißt das, Gutenberg goss  Bleilettern aus, die man aneinanderreihen konnten. Er entwickelte dazu sein eigenes Handgiessereigerät. Mit diesem goss er pro Stunde ca. 100 identische Buchstaben aus. Die fertigen Bleilettern wurden dann nach Bedarf zusammengesetzt  und in einen Holzrahmen montiert. So konnte man den gewünschten Text beliebig oft drucken. Für die Vervielfältigung des Wortes oder der Schrift war das revolutionär. Die „Drucktechnik“ an sich war zu dieser Zeit auch schon fortschrittlich, allerdings sehr zeitraubend und auch teuer. Gemeinsam mit den beweglichen Lettern gab es noch einmal einen großen Schub nach vorne. Gutenberg benutzte bei seinen Buchstaben die gleiche Schrift, die zu der Zeit gebräuchlich war. Damit war sozusagen der Wiedererkennungswert gewahrt. Das allererste Buch war die sogenannte Gutenberg-Bibel, von der der Erfinder 180 Exemplare druckte. Davon sind heute noch immerhin 40 Stück erhalten.
Diese neue Erfindung, der Buchdruck, verbreitete sich ungewöhnlich rasch über das ganze europäische Gebiet und erreichte auch schnell die geistigen und intellektuellen Zentren dieser Zeit. Es war enorm wichtig, dass z.Bsp. die Bibel oder die gelehrten Schriften besser und wirksamer verbreitet werden konnten. Nach und nach gab es auch immer mehr schönere, elegantere und gebräuchlichere Schrifttypen wie zu Anfang. In der Kirche und bei theologischen Schriften wurde jedoch ausschließlich die schwerfällige Schwabacher Type benutzt. 1465 bis 1561 tauchten so gebräuchliche Schriften wie die lateinische Antiqua oder die Garamond antiqua im Buchdruck auf.
1609 erschien dann in Deutschland der erste Zeitungsdruck durch die Firma Adolph und Söhne. Ab dem 17.Jhd. wurde schon der Begriff „Typographie“ so verwendet, wie man ihn heute kennt, Der Ausdruck beinhaltet die Elemente wie Material, Druck oder Schrift, die ein Buch entstehen lassen.

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