Schmuck selbst filzen lernen
Die Herstellung von Filzhüten und Filzschmuck wird in den letzten Jahren immer beliebter. Das mag daran liegen, dass man das Nassfilzen vergleichsweise leicht erlernen kann. Selbst Kleinkinder können schon mit ein wenig Ausdauer ein paar Filzkugel basteln. Wie aber in jedem Kunsthandwerk gibt es auch höhere Ansprüche an die Herstellung zum Beispiel eines Filzhutes. Lodenhut und Filzhut sind im Grunde aus dem selben Material nämlich Wolle. Meist wird gefärbte Merinowolle zum Filzen benutzt. Der Lodenstoff ist nur vorher gewebt und dann gewalkt worden.
Suchen Sie sich für das Filzen unbedingt einen wasserunempfindlichen Arbeitsplatz. Im Sommer vielleicht im Garten, auf einem Campingtisch oder im Winter auf der Arbeitsfläche in der Küche
Zur Herstellung eines Filzhutes benötigt man eine ungefähre Form des Hutes als Modell zum Überziehen. Dann wieder die Wolle gezupft und in dünnen Schichten ausgelegt. Nun beginnt man mit einem Schwamm und viel Seife die Wolle leicht zu streicheln. Dadurch verhaken sich die einzelnen Fasern miteinander. Wenn Sie einen Hut filzen, dann besteht dieser aus einem Stück. Bei Taschen können Sie diese aus mehreren Teilen arbeiten und dann zusammennähen. Der wahre “Filzer” aber stellt alles nach Möglichkeit aus einem Stück her.
Muster anders farbiger Applikationen werden lose gezupft und langsam in die Wollschicht „hineingerieben“. Wer mit der Kunst des Filzens beginnt, sollte einen Volkshochschulkurs besuchen. Wer das nicht kann oder möchte kann eines der vielen Bücher zu Filzen lesen.
Filzen ist nicht nur im Sommer möglich, es ist auch im Winter machbar, wenn man einen warmen Arbeitsplatz hat.