Wie werden Perlen gewonnen?
Perlen bestehen aus dem sogenannten Perlmutter, das wiederum aus Kalk gemischt mit Chonchin und Aragonit besteht. Die meisten echten Perlen kommen aus dem Meer vor Sri Lanka, dem persischen Golf, aus küstennahen Gewässer Nordaustraliens und Mittelamerikas und aus japanischen Gewässern. Sie wachsen in den Seeperlmuscheln. Diese wiederum leben auf länglichen Muschelbänken, etwa 5 – 15m tief im Wasser und werden relativ mühsam und manchmal auch gefährlich durch Taucher und Taucherinnen mit Körben „gepflückt“. Nur etwa jede 30 Muschel trägt auch eine Perle in sich. Befindet sich in der Muschel ein Fremdkörper, etwa ein Sandkorn, reagiert die Muschel mit Ausscheidungen von Perlmutter. Diese Substanz umhüllt dann nach und nach den Eindringling. Die einzelnen Schichten verhärten sich immer wieder, bevor eine neue Schicht dazu kommt, dies dauert einige Jahre. Dabei entstehen verschiedene Form wie Kugeln oder auch Tropfen. Hier zum Beispiel die sogenannte „Barockperle“, eine sehr unregelmässig geformte Perle. Die Farben der Perlen reichen vom extrem strahlenden Weiß bis hin zu Antrazit oder Schwarz. Durch den kugelförmigen Aufbau erhält das Schmuckstück ungewöhnliche Festigkeit. Man kann sie nur durch hohe Belastung beschädigen oder gar zertrümmern. Die Perlqualität hängt sowohl mit der Beschaffenheit der Perlmuttersubstanz der Muschel als auch der Verweildauer derselben zusammen.
Seit ca. 1895 gibt es Zuchtperlen, hauptsächlich durch den Japaner Kokichi Mikimoto, begründet. Aber auch schon Carl von Linne erprobte 1762 die Züchtung der Kugeln.
Hauptliferant ist jedoch bis heute Japan. Verschiedene Zuchtperlen sind unter anderem die Südseeperle, Keshiperlen oder Japanperlen
Sicher unterscheiden kann man „echte“und gezüchtete Perlen nur durch eine Untersuchung der Perlmuttersubstanz. Zuchtperlen haben dabei die dünnere Schicht, da sie einen größeren eingesetzten Kern besitzen.
Gewichtseinheit bei Perlen ist im Gegensatz zum Edelsteincarat das Grain, lat. Granum – Korn.
Dabei entspricht ein Grain einem Viertelcarat oder 50mg.
Für die Bewertung von Perlen gibt es fünf Kriterien. Nämlich Form, Größe, Farbe, Glanz und Oberflächenbeschaffenheit
Perlen kann man nur bei Sonnenlicht optimal begutachten und es erfordert sehr viel Erfahrung durch einen Fachmann.
Text:arti
