Hintergründe zu Holzschnitzerei und Bildhauerei

Die Holzschnitzereien und ihre Werkzeuge


Die Holzschnitzerei ist bestimmt mit eines der ältesten Handwerks- und Künstlertraditionen. Schon in Felsenbildern der Steinzeit kann man es sehen und Funde von kleinen Kunstwerken aus Elfenbein oder Knochen bestätigen dies. Vor allem in der ägyptischen Hochkultur sind schon feine Holzarbeiten gefertigt worden. Über die Jahrhunderte kam die Schnitzerei allmählich in den europäischen Raum, Stabkirchen in Norwegen oder Ornamente in Kirchen.
Heute kann man die Schnitzerei oder auch Holzbildhauerei genannt in zwei Themen einteilen, der reinen Ornamentik und dem figürlichen Arbeiten.
Auch heutzutage kann man die Holzschnitzkunst noch immer lernen, hauptsächlich in den noch wenigen verbliebenen Fachschulen in der Schweiz, Österreich und Deutschland, teilweise noch in Italien(Südtirol) oder in sehr geringem Anzahl noch in einer Lehrwerkstatt. Gut ausgebildete und schon über Jahre mit der entsprechenden Erfahrung arbeitende Holzbildhauer und Schnitzer gibt es immer weniger. Dies liegt zum großen Teil an der Zunft selbst oder an einigen gewichtigen Vertretern derselben. Heute kann jeder aus dem Katalog einen Fräsling(vorgefertigte Figur mit Maschinen)bestellen, meist aus dem unschnitzbarem Ahorn. Dies allein ist schon ein Merkmal, dass hier keine Handarbeit mehr getätigt wurde. Initiert von ihren eigenen Leute, ließen die Holzbildhauer dies im Laufe der letzten 30Jahre immer mehr Überhand nehmen. Gab es einmal im Holzschnitzerort Oberammergau mehr als 400 Werkstätten mit Holzbildhauer, so sind es heute noch ein paar wenige, die wirklich von Hand heraushauen und sauberschneiden. Auch im berühmten Grödnertal, angeblich dem Ausgangspunkt der Fräslingsschnitzerei, dürfte es nicht anders aussehen.
Es gibt einen Unterschied zwischen einem Holzbildhauer und einem Schnitzer, der erste ist schon einmal das benutzte Werkzeug. Der Bildhauer arbeitet mit Schnitzeisen oder Schnitzbeitel und mit dem Schlegel, der Schnitzer arbeitet in der Regel mit dem Schnitzmesser. Daneben gibt es noch den Ornamentiker, der wiederum mit sehr speziellen Messern und Eisen arbeitet.
Der Holzbildhauer fertigt meist aus einem zusammengeleimten Holzblock eine Skulptur, in dem er sie „heraushaut“. So entstehen meist recht große, vollplastische Figuren für Kirchen, Schlösser oder auch Privatleute. Es können sehr viel mehr Holzarten, auch Hartholz, benutzt werden als vom Schnitzer. Vom Entwurf bis zur Anfertigung bleibt normalerweise alles in einer Werkstatt und ist Handarbeit. Später werden die Figuren oft noch gefaßt, vergoldet oder sonst irgendwie bemalt.
Der Schnitzer schneidet aus kleinen Holzstücken, hauptsächlich Linde oder Weymouths-, sowie Zirbelkiefer, kleine Figürchen. Krippen werden zum großen Teil so hergestellt. Auch bleibt normalerweise alles in einer Werkstatt, ja in einer Hand. Altgediente Werkstatt-Meister malen ihre Figuren auch noch selbst an.
Der Ornamentiker hingegen arbeitet hauptsächlich direkt in Schreinereien mit, wo er bei Bedarf die Möbel mit geeigneten Ornamenten versieht. Das können Jugendstil- oder auch normale bäuerliche Motive sein.

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  1. [...] wie Stein und Metall mit dem Holz kombiniert.Mehr Infos zu Holzschnitzerei finden Sie auch hier. Holzschnitzerei Informationen zum Autor “sonnenuhr”: Wolfgang Wenzel E-Mail: werbeplaner(at)gmx.de Web: [...]