Intarsien und Einlegearbeiten und deren Geschichte
Traditionell ist Holz der Werkstoff für Einlegearbeiten, man unterscheidet hier zwei grundsätzliche Techniken, einmal Messerarbeiten und dann Laubsägearbeiten. Bei der Arbeit mit dem Messer wird aus einem sogenannten Grundfurnier eine Form – vorher spiegelverkehrt aufgezeichnet - herausgeschnitten oder gestochen. Es entsteht ein Loch, das Fenster, unter das man das Einsatzfurnier schiebt, mit Klebeband befestigt. Jetzt wird das Einsatzstück genau der ausgestochenen Form nach geschnitten und eingeheftet. So verfährt man mit dem ganzen Objekt, danach wird es auf ein vorbereitete Platte geleimt. Bei Arbeiten mit der Laubsäge hingegen werden 2-3 verschiedene Furnierstücke übereinander gelegt. Obenauf wird die Zeichnung vom gewünschten Motiv befestigt. Nach dieser wird dann ausgesägt und die einzelnen Schichten wieder getrennt und die richtigen Teile aneinandergefügt und mit Klebeband befestigt und wie beim Messerschneiden auf eine Grundplatte geleimt. So entstehen im Grund alle Intarsien, mit der Hand gefertigt.
Als Material kann eigentlich alles, was mit Messer und Säge bearbeitet werden kann, verwendet. Neben Holz waren dies schon immer Elfenbein, Perlmutt, Horn, Knochen und Metalle. Bei der Verwendung von Holz gibt es eine Vielfalt von Gestaltungsmöglichkeiten je nach Schnitt. Allerdings muss bei diesem Werkstoff auch einiges beachtet werden, Holz ist recht lichtempfindlich und kann im Laufe der Zeit die Farbe wechseln, oder es dunkelt nach, wie bei Eiche und allen gerbsäurehaltigen Hölzern. Zeder und alle Rosenholzarten werden nicht verwendet, da sie mit der Zeit zu sehr verblasen und vergrauen. Vor allem sollte man bedenken, dass manche Hölzer extrem stark riechen, unangenehm wie Ulme oder recht aromatisch wie Wacholder. Hergestellt werden Holzeinlagen aus Furnieren(0,5- 4mm) oder Dickten(3-10mm). Beide werden nicht gemeinsam auf einer Grundplatte verwendet.
Der älteste Werkstoff für Intarsien ist ziemlich sicher Elfenbein, Knochen und Horn. Sie sind zwar sehr hart, aber sehr gut zu bearbeiten. Echtes Elfenbein erkennt man an seinen engen Jahresringen, Horn und Knochen werden von den verschiedensten Tieren(Hirschgeweih, Elchschaufeln…) genommen.