Karten selbst gestalten

Wie kann ich selbst Einladungskarten gestalten?

Was braucht man um die ersten Einladungskarten zu entwerfen?

Dazu gibt es wie immer zwei Antworten. Einmal kann man mit wenigen Hilfsmitteln eine Karte gestalten und zum anderen mit einer ganzen Reihe von Werkzeugen, Hilfsmitteln und Kartenzubehör loslegen. Die Auswahl an Materialien für die Kartengestaltung ist riesig und sehr vielfältig. Hier verliert man dann auch schnell den Überblick und dann scheiter oft der Versuch eine eigene Karte zu gestalten, im Vorfeld.

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Schöne Einladungskarten schnell gemacht

Unter diesem Motto möchte ich Ihnen heute einige Möglichkeiten der Kartengestaltung beschreiben, die schnell gemacht und trotzdem individuell und schön zugleich sind.

Die Klappkarte mit einer Applikation auf dem Deckblatt ist ein Klassiker unter den Einladungskarten. Mit welchem Material und welcher Technik man diesen Kartentyp selbst herstellen kann, lesen Sie im Anschluss.

Welche Techniken kann man für die Kartegestaltung anwenden?

Bei der Papierarbeit für Karten kommen meist Schneidetechniken mit geraden und runden Schnitten vor. Aber auch Falttechniken wie das Klappfalten und andere Musterfaltechniken können  angewendet werden. Muster- und Origamitechniken erfordern aber schon einiges an Geschick um schöne Ergebnisse zu bekommen.

Daneben könen Relieftechniken, wie das Prägen oder aber auch Sandtechniken sehr reizvolle Optiken erzeugen.

Kurzum schneiden, falten und kleben sollte dem angehenden Kartengestalter schon liegen um nicht gleich zu Beginn die Lust und Geduld zu verlieren. Papier, so sagt man, ist geduldig. Das sollte auch der/die Bastelfreund/in sein.

Werkzeug für eine Klappkarte

Das Werkzeug für eine einfache Klappkarte

Die Materialien für eine Karte:

An dieser Stelle zähle ich nur einige wenige Mittel auf, mit denen eine schöne Einladungskarte gestaltet werden kann. Die Produktpalette im Bastelfachhandel ist riesig.

Farbiges Papier, Fotokarton, je nach Anlass

Schere, Bleistift, Radiergummi

Lineal, scharfes Messer oder Cutter

Schnittfeste Unterlage, Holzplatte oder Ähnliches

Kreppband, Sprühkleber, Klebestift

Schneidegerät (nur bei einer Kartenserie nötig)

Motivstanzer  (ab 10 Euro im Fachhandel)

Für etwas aufwändigere Designs:

Perlen, Schleifen, Schmuckknöpfe

3D Motive ( Herzen, Prägesymbole etc.)

Bordürenstanzer

Passepartourahmen

Prägeschablonen, Prägestifte

Gold/Silberstifte

Duopapiere (2 farbiges Blatt Papier)

Nähseide, Nadel, (für Fadenbilder)

Pergamentpapiere (um Ausstanzungen zu hinterlegen- Fenstereffekt)

Schnittschablonen, Reißlineale

Farbige Daunenfedern (für z.B. Geburtskarten)

Schnittschablonen (ermöglichen eine Art Steckmuster mit verschiedenen Papierfarben)

 

Besonders reizvoll sind die 3 D Effekte

Wer sich besonders viel Mühe bei der Kartngestaltung geben möchte, der kann den 3D Effekt nutzen. Mit dieser Technik wirkt das Gestaltungselement erhaben und figürlich, eben dreidimensonaler.

Welche Möglichkeiten gibt es den 3D Effekt auf eine Karte zu produzieren?

Die einfachste Möglichkeit ist die, fertige Elemente nur noch auf die Kartenvorderseite zu kleben. Hierfür gibt es im Fachhandel eine grosse Anzahl an Motiven.

Die Prägetechnik, ist die wohl am wenigsten bekannte Form der Papiergestaltung. Man kennt sie von gekauften Karten schon, selber machen kam aber bisher für die meisten eher nicht in Frage.

Das kann sich schnell ändern, denn es braucht wirklich nicht viel um Prägelemente auf die selbgestaltete Karte zu bringen. Man verwendet dazu sogenannte Prägeschablonenund einen Prägestift. Das Papier wird über die Schablne gelegt und mit Kreppband fixiert. Dann drückt man vorsichtig mt dem Prägestift die freien Stellen der Schablone aus. Auf der gegeüberlegenden Seite des Papiers entsteht eine Art “Delle”, die Prägung. Die so erhabenen Stellen werden anschliessend mit Farben, Goldstiften oder Malstiften bemalt und bringen so den 3D Effekt erst so richtig zu Geltung.

Besondere Einladungskarten selbst gestalten

Einladungskarte mit Schleife

Einen weiteren 3D Effekt kann man auch mit Schablonen erzielen. Es gibt spezielle Motivschablonen, die man mit Sprühkleber besprühen und danach die “Sprühstellen” mit farbigem Sand bestreut kann.

Es gibt auch Schablonen aus Metall, die man auf das Papier legt, mit Kreppband fixiert, mit einer Spachtelmasse bestreicht und dann wieder abzieht. Die zurückgebliebenen Stellen werden danach ebenfalls bemalt und wirken so dreidimensional.

Oder aber man macht sich ganz besonders viel Mühe und fertigt sogenannte Papierquillts. Das sind aus dünnen Papierstreifen gerollte und anschliessend geformte Papierelemente. Meist werden Herzen oder einfache Blumenmotive hergestellt. Das Ganze funktoniert in etwa so. Auf einem eingeschnittenen Holzstäbchen werden die vorgefertigen Papierstreifen gerollt und das Ende verklebt. Anschliessend formt man aus diesen ein Motiv oder Muster. Diese ganz besondere Papierkunst erfordert aber viel Geduld und schon etwas an Erfahrung. Dafür ist der Effekt aber um so beachtlicher. Man sieht heute solche Krüllarbeiten nur noch selten, meist werden sie bei Klosterarbeiten (alte religiöse Volkskunst) noch verwendet.

Wie Sie jetzt bestimmt schon sehen, gibt es eine Vielzahl an Gestaltungsmöglichkeiten für eine Karte. Beginnen Sie am besten mit einer Klappkarte und beschränken Sie sich auf die Verzierung der Vorderseite. Erst danach arbeiten Sie sich weiter vor, in die Welt der Karten- und Papierkunst.

Zu welchen Anlässen kann man die Karten verschenken?

Auch das ist sehr individuell. Die häufigsten Anlässe sind wohl kreative Bastelideen, sowie die Kontaktdaten der Ansprechpartner.

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