Klosterarbeiten- Fatschnkindl

Geschichte der Klosterarbeiten 


Wer stellt heute noch Klosterarbeiten nach alter Tradition her?

 Hauptsächlich im Mittelalter ist die sogenannte Klosterarbeit als Kunst im sakralen Bereich entstanden. Dieses Kunsthandwerk beschränkte sich in Deutschland fast überwiegend auf den Süden, aber auch in Österreich und der Schweiz sind die Spuren zu finden. In den unwirtlichen Gemäuern der Klöster entstanden dabei Nachbildungen von Gnadenbildern und ähnlichem, also den Reliquien. Unterstützt und gefördert wurde dies erstmals ab dem 16.Jahrhundert. Es gab geradezu einen Aufschwung durch die vermehrte Nachfrage nach “Heiligen Leibern”, die man in all ihren Variationen und Unarten nahezu kultisch verehrte. Selbst kleinste Knochenteilchen wurden verziert und in Altärchen und sonstigen Gegenständen angebetet. Unmengen an verschiedenen Materialien aus anderen Ländern wurden benötigt, so z.Bsp. den leonischen Draht aus Österreich oder Perlen aus aller Herren Länder, sowie kostbare Stoffe. Ganz streng genommen dürfen auch heute Klosterarbeiten nur in Klöstern hergestellt werden und nicht durch kunstgewerbliche Betriebe. Dabei gibt es viele verschiedene Darstellungen, wie ganz normale Bildchen, verziert und aufwendig, und teuer gestaltete Glasstürze, Brautsträuße oder Fatschenkindl. Die Klosterarbeiten sind aber vor allem auch Volkskunst, die wie so oft, religiöse Themen für einfach Leute herstellte. Manche bezeichnen es heute auch als religiösen Kitsch, der am Ende des 20.Jahrhunderts mit der Antiquitätenwelle wieder mehr auflebte.

Die Technik und das Material ist auch heute eher gleich geblieben. Verschiedene Drähte und Metallbänder, -bleche oder stücke werden genutzt, dazu Pailetten, Perlen und Schmucksteinchen, geschnittene Spiegelchen und Folien und vieles mehr. Es werden auch viele “echte” Materialien wie Golddraht oder Silberbleche mit einbezogen. Das alles wird durch Formen, Wickeln und Drehen zu wahren kleinen Kunstwerken gemacht, die allesamt sehr prächtig anzusehen sind. Der Begriff Fatschnkindl kommt vom einfatschen, sprich einwickeln des Jesuskindes. Das Fatschenkindel ist wohl die erste Art Weihnachtskrippe.

Frau Barbara Haimerl stellt Klosterarbeiten und auch Wachsköpfe her. Diese können in verschiedenen Grössen bei ihr bezogen werden.

Frau Haimerl erreichen Sie unter 09973-9141

Alle Arbeiten finden Sie  unter   nischenportal-muenchen.de

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