Naturseifen selbst gemacht

Wie kann ich Duftseifen und Olivenölseifen selbst sieden?


Wer sich für das Selbstmachen von Seifen interessiert und als sein neues Kunsthandwerk ansieht, der sollte einige wichtige Punkte vorab wissen.

Wer hat sie nicht schon gesehen, die schönen Duftseifen und Lavendelseifen auf Kunsthandwerkermärkten oder im Bioladen? Aber wie werden Naturseifen eigentlich hergestellt? Und kann ich so etwas auch selbst machen?

Der Begriff Seife sieden bezeichnet die chemische Reaktion von verschiedenen Ölen und Fetten mit der Natronlauge.

Hier  einige Bestandteile einer handgemachten Seife: Rizinusöl,Rapsöl, Mandelöl, Palmöl, Kokosöl oder auch Olivenöl, destilliertes Wasser und Ätznatron, auch Natronlauge genannt. Die Natronlauge bekommt man in der Apotheke, meist als 1000 gr Packung zu kaufen.

Achtung bei der Seifenherstellung

Was schon so gefährlich klingt wie Ätznatron ist es auch wirklich. Deshalb sollten Sie unbedingt bei der Herstellung von Seife einige Sicherheitsvorkehrungen treffen. Besorgen Sie sich einen möglichst grossen Topf mit einer einfachen Kochplatte. Arbeiten sie nach Möglichkeit draussen. Ziehen Sie Handschuhe, Mundschutz und eine Schutzbrille an und binden Sie sich die Haare zusammen. Schutzschuhe oder ein paar alte Schuhe sind hier von Vorteil, ebenso ein Arbeitskittel oder Arbeitskombi. Achten Sie darauf, dass keine Kinder in die Nähe des Arbeitsbereiches sich aufhalten. Unterbrechen Sie Ihre Arbeiten auch nicht. Wenn Sie im Haus arbeiten, sorgen Sie für eine wirklich ausreichende Lüftung bevor Sie mit der Arbeit beginnen.

Füllen Sie den Topf nur maximal zu etwa 2/3 um ein Überkochen zu verhindern. Beaufsichtigen Sie die Seife während des ganzen Siedeprozesses und lassen Sie sie nicht aus den Augen.

Nach dem Seifensieden bitte alle Werkzeuge und Materialien gründlich waschen.

Nach dem Kochen wird die Seifenmasse in eine grosse Form gegossen und später in kleinere Stücke geschnitten. Wer Seifenformen hat, kann gleich die Seife in entsprechende Formen geben. Die Seife muss jetzt noch abkühlen und danach noch einige Zeit reifen. Nur so kann sie ihren vollen Duft entfalten. Je nach Rezept und Konsistenz kann das zwei Wochen und bis zu sechs Monaten dauern.

Wer einmal vom Virus des Seifensiedens befallen ist, der möchte immer schönere Seifen herstellen. Wie zum Beispiel Rosenseifen, Lavendelseifen, Olivenölseifen oder auch Glycerinseifen. Zu Beginn sollte sich der Anfänger an einem einfachen Seifenrezept versuchen. Danach kann man die Schwierigkeitsgrade jederzeit steigern und sich an anderen Seifenrezepten versuchen.