Elektrische Töpferscheibe für ein schnelles Arbeiten
Wer sich für das Töpfern interessiert und noch gar keine Vorkenntnisse hat, der sollte sich vielleicht zu einem Töpferkurs anmelden. Denn gerade das Zubehör wie elektrische Töpferscheiben sind nicht gerade billig bei der Anschaffung. Kauft man dann ein günstiges Modell und merkt später, dass es nicht für den Einsatz geeignet ist, ist die Töpferscheibe ein Fehlkauf gewesen. Bei einem Töpferkurs haben Sie die Gelegenheit sich selbst auszuprobieren und auch mit einem Fachmann über die mögliche Anschaffung einer Töpferscheibe und anderem sinnvollem Töpferzubehör zu sprechen.
Elektrische Töpferscheiben gibt es in sehr kleinen mobilen Ausführung, die auch für den Einsatz auf Töpfermärkten zu Vorführungen geeignet ist. Daneben können Sie sich auch für eine komplette Ausstattung entscheiden. Hier sind die Töpferscheibe und der verstellbare Sitz integriert und alle Utensilien aufeinander abgestimmt.
Beim Kauf einer elektrischen Töpferscheibe sollten Sie auf die Motorleistung, einen Rechts/Linkslauf und ein bedienungsfreundliches Pedal achten.
Töpfern - vom Gebrauchgegenstand zum Kultobjekt
Das Töpfern von Keramik gehört wohl mit zu den ältesten Kunsthandwerken, die der Mensch kennt. Einzig die Höhlenmalerei ist nach heutigem Wissenstand älter. Diese Handwerkskunst ist iun etwa 15.000- 18.000 Jahre alt. Vermutlich waren es die Chinesen und Japaner, die zuerst mit der Herstellung von Gebrauchsgeschirr begonnen haben.
Beim Töpfern wird heute meist mit Hilfe einer Töpferscheibe und der entsprechenden Menge Ton ein Gefäss getöpfert. Wer mit der Kunst des Töpferns beginnt, kann auch mit Hilfe von Tonwülsten einen Aufbau erstellen. Diese Wulsttechnik nutzten auch schon die Chinesen für Ihre Herstellung von Tongefässen. So können Anfänger ihre Kunst erst einmal ausprobieren ohne viel Töpferzubehör zu kaufen. Zur wasserfesten Arbeitsfläche benötigt man noch ein Modellierholz, auch selbst geschnitzt, einen Schneidedraht und eine oder zwei Schwämme.
Die Töpferscheibe ermöglichte es Tongefässe schneller und in grösserer Anzahl herzustellen. Ausserdem kann man durch den Einsatz der Scheibe feiner und filigraner arbeiten. Töpferscheiben gibt es heute mit elektrischem Antrieb als auch mit Fussantrieb.
Nach der Formarbeit muss das Werkstück trockenen und wird dann anschliessend in einem Ofen gebrannt. Ab einer Brenntemperatur von mindestens 1000 Grad wird die Tonware wasserundurchlässig. Wer einen eigenen Ofen möchte benötigt schon viel Platz. Wegen der Hitze braucht der Keramikofen entsprechenden Abstand zu den Wänden. Die meisten Brennofen zum Töpfern werden mit Gas betrieben. Der eigene Ofen ist mit die grösste Investion für eine Kunsthandwerker der mit Ton arbeiten möchte.
Wer es zu Anfang etwas günstiger haben möchte, kann seine Kunstwerke auch bei einem Töpfer brennen lassen.